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Anleitung

Glätteisen reinigen: Platten und Lockenstab richtig säubern

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Haarspray, Hitzeschutz, Öle und Stylingcremes hinterlassen auf Glätteisenplatten und Lockenstäben mit der Zeit einen klebrigen, bräunlichen Film. Er kann das Gleiten verschlechtern, an den Haaren ziepen und beim Aufheizen unangenehm riechen. Diese Anleitung richtet sich an alle, die ein Glätteisen mit Keramik-, Titan- oder Turmalinbeschichtung oder einen Lockenstab pflegen möchten. Sie erfahren, welche Hilfsmittel sich eignen, in welcher Reihenfolge Sie vorgehen, was Sie vermeiden sollten und wie oft eine Reinigung sinnvoll ist.

Warum sich Rückstände auf den Platten bilden

Fast jedes Stylingprodukt enthält Bestandteile, die bei Hitze nicht vollständig verdampfen. Silikone, Polymere aus Haarspray und Öle setzen sich als dünne Schicht auf der heißen Oberfläche ab. Bei jedem weiteren Einsatz wird diese Schicht erneut erhitzt, dunkelt nach und wird zäher. Auf hellen Keramikplatten sehen Sie das als gelbliche oder bräunliche Flecken, auf dunklen Titanplatten eher als matte, klebrige Stellen.

Die Folgen sind meist nicht dramatisch, aber spürbar: Das Glätteisen gleitet schwerer, einzelne Haare bleiben hängen und die Wärme wird an verschmutzten Stellen weniger gleichmäßig an das Haar abgegeben. Ein regelmäßig gereinigtes Gerät arbeitet daher angenehmer, und Sie sehen früher, ob die Beschichtung Schäden zeigt.

Das brauchen Sie zum Reinigen

Für die normale Pflege genügen Dinge, die in den meisten Haushalten vorhanden sind. Wichtig ist, dass nichts davon kratzt oder scheuert.

  • Ein weiches Mikrofasertuch oder ein fusselfreies Baumwolltuch
  • Lauwarmes Wasser, eventuell mit einem Tropfen mildem Spülmittel
  • Isopropylalkohol (Reinigungsalkohol) und Wattepads für hartnäckige Rückstände
  • Wattestäbchen für Kanten, Rillen und den Bereich unter der Klemme beim Lockenstab
  • Ein trockenes Tuch zum Nachwischen

Hinweis:Ziehen Sie vor jeder Reinigung den Netzstecker und lassen Sie das Gerät vollständig abkühlen. Tauchen Sie Glätteisen oder Lockenstab niemals in Wasser und lassen Sie keine Flüssigkeit in das Gehäuse, die Tasten oder das Kabel laufen. Erst wieder einschalten, wenn alles trocken ist.

Schritt für Schritt: Glätteisen-Platten reinigen

So gehen Sie bei Keramik-, Titan- und Turmalinplatten vor. Die Reihenfolge ist für alle Beschichtungen gleich, Sie steigern nur bei Bedarf die Reinigungskraft.

  1. 1

    Gerät ausschalten, Stecker ziehen und mindestens eine halbe Stunde abkühlen lassen. Prüfen Sie mit dem Handrücken in kurzem Abstand, ob die Platten wirklich kalt sind.

  2. 2

    Lose Haare und Staub mit einem trockenen Tuch von Platten, Kanten und Scharnier entfernen.

  3. 3

    Ein Tuch mit lauwarmem Wasser leicht anfeuchten und gut auswringen. Die Platten mit sanftem Druck in Längsrichtung abwischen.

  4. 4

    Bleiben Flecken zurück, ein Wattepad mit etwas Isopropylalkohol befeuchten und die Stellen mit kleinen Bewegungen bearbeiten. Kurz einwirken lassen statt fest zu reiben.

  5. 5

    Ränder und Fugen mit einem leicht befeuchteten Wattestäbchen nachziehen.

  6. 6

    Mit einem trockenen Tuch nachwischen und das Gerät offen liegen lassen, bis alle Reste von Feuchtigkeit und Alkohol verdunstet sind.

Lockenstab und Klemme säubern

Beim Lockenstab sammeln sich Rückstände vor allem auf dem Stab selbst und unter der Klemme. Wischen Sie den kalten Stab einmal rundherum mit einem feuchten Tuch ab und drehen Sie ihn dabei in der Hand. Öffnen Sie dann die Klemme und reinigen Sie deren Innenseite sowie den darunterliegenden Teil des Stabs mit einem Wattestäbchen und etwas Isopropylalkohol.

Konische Stäbe ohne Klemme sind etwas einfacher, weil es keine verdeckten Stellen gibt. Achten Sie auf die kühle Spitze und den Übergang zum Griff, dort bleiben oft Haarspraytropfen haften. Mehr zur Handhabung lesen Sie in der Anleitung Lockenstab richtig benutzen.

Diese Fehler sollten Sie vermeiden

Viele Schäden an Beschichtungen entstehen nicht beim Stylen, sondern bei einer gut gemeinten, aber zu groben Reinigung.

Hinweis:Manche Hersteller nennen in der Bedienungsanleitung eigene Hinweise zur Reinigung. Halten Sie sich bei Abweichungen an die Angaben für Ihr Modell.

Wie oft reinigen und wie Sie Rückstände vorbeugen

Wenn Sie häufig Haarspray oder Öl verwenden, lohnt sich ein kurzes Abwischen nach jedem Abkühlen. Eine gründlichere Reinigung mit Alkohol reicht bei normaler Nutzung meist alle paar Wochen. Sobald Sie Verfärbungen sehen oder das Gerät beim Aufheizen riecht, ist es Zeit.

Vorbeugen ist einfach: Tragen Sie Hitzeschutz nach Herstellerangabe auf und lassen Sie ihn einziehen, bevor das Glätteisen zum Einsatz kommt. Haarspray gehört erst nach dem Styling ins Haar, nicht davor. Arbeiten Sie nur auf trockenem Haar, außer Ihr Gerät ist ausdrücklich für feuchtes Haar ausgelegt, siehe Glätteisen auf nassem Haar. Eine niedrigere Temperatur lässt Produkte weniger stark einbrennen, die passende Stufe finden Sie in der Temperatur-Tabelle.

Zeigt die Beschichtung trotz Reinigung Risse, Abplatzungen oder raue Stellen, kann das Gerät an diesen Stellen am Haar hängen bleiben. Dann ist ein neues Glätteisen sinnvoller als weiteres Putzen. Eine Übersicht aktueller Modelle finden Sie unter Die besten Glätteisen.

Zu den besten Glätteisen →

Häufige Fragen

Darf ich ein Glätteisen mit Wasser reinigen? Ja, aber nur mit einem leicht feuchten, gut ausgewrungenen Tuch und im kalten, ausgesteckten Zustand. Wasser darf nicht in das Gehäuse, die Tasten oder das Scharnier laufen.

Kann ich die Platten heiß abwischen, damit Reste weicher sind? Davon ist abzuraten. Die Verbrennungsgefahr ist hoch, und Feuchtigkeit verdampft auf heißen Platten sofort. Isopropylalkohol löst Reste auch auf kalten Platten zuverlässig.

Was hilft gegen eingebrannte braune Flecken? Mehrfach mit Isopropylalkohol auf einem Wattepad einweichen und sanft wischen. Bleiben Flecken trotzdem, sind sie meist rein optisch. Kratzen Sie sie nicht ab, das schadet der Beschichtung mehr als der Fleck.

Gilt die Anleitung auch für Titan- und Turmalinplatten? Ja. Alle gängigen Beschichtungen vertragen ein feuchtes Tuch und Isopropylalkohol, aber keine Scheuermittel. Mehr zu den Unterschieden lesen Sie unter Keramik, Titan oder Turmalin.

Was Sie dafür brauchen